BMW investiert 400 Millionen Euro in Elektro-Autos 16-12-2010
Der Autohersteller BMW will grüner werden: Ab 2013 produziert der Konzern in seinem Leipziger Werk emissionsfreie Fahrzeuge. Dafür investiert er 400 Millionen Euro.
Elektroautos sind die Fahrzuge der Zukunft. Dieser Meinung ist auch der Münchner Automobilhersteller BMW. Für die Fertigung des neu entwickelten Elektroautos "Megacity Vehicle" erweitert das Unternehmen deshalb sein Werk in Leipzig.
Ab 2013 sollen dort emissionsfreie Automobile mit einer besonders leichten Kunststoff-Karosserie in Großserie vom Band rollen. Bis es soweit ist, will der Konzern in Leipzig rund 400 Millionen Euro investieren und 800 Arbeitsplätze schaffen.
Mit dem "Megacity Vehicle" will BMW eine komplette Neuentwicklung auf den Markt bringen. Der Grundstoff für die im Vergleich zu Aluminium oder Stahl deutlich leichtere Karbonfaser-Karosserie kommt aus den USA. Er wird in Wackersdorf und Landshut weiterverarbeitet. In Leipzig soll das E-Mobil dann montiert werden. Die Gesamtinvestition liegt bei 530 Millionen Euro. Was das E-Mobil den Käufer einmal kosten wird, ist noch offen.
Konkurrenten bauen auch E-Mobile
Beim Festakt anlässlich des Beginns der Bauarbeiten am Leipziger Werk sagte BMW-Chef Norbert Reithofer, Leipzig werde ein wichtiges Kompetenzzentrum für E-Mobilität sein. Man habe sich bewusst für das Werk in Sachsen entschieden, weil es sich um den jüngsten und modernsten Standort mit den flexibelsten Strukturen handle.
Auch die BMW-Konkurrenten Daimler und Audi wollen bald Elektroautos auf den Markt bringen. Daimler testet derzeit die zweite Generation des E-Smart. In größeren Stückzahlen soll der elektrisch betriebene Stadtwagen ab 2012 erhältlich sein.
Ab Oktober 2010 ist die Produktion einer E-Version der Mercedes-Benz A-Klasse in Rastatt geplant. Die VW-Tochter Audi will den Elektro-Sportwagen E-tron Ende 2012 als Kleinserie auf den Markt bringen.
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